Liebe Kolleginnen und Kollegen,


wir haben den Startschuss für die strategische Transformation von G+J gegeben: vom Zeitschriftenhaus zum Inhaltehaus.
Wir gehen damit einen in der Verlagsbranche einzigartigen Weg – einen Weg voller Abenteuer. Aber er passt zu uns, denn nur wir können diesen Weg gehen, nur wir sind groß genug, verfügen über die richtigen, starken Marken, Themen und Fähigkeiten.

Mit dieser Webseite wollen wir Ihnen die Möglichkeit geben, die wesentlichen Botschaften und Inhalte der Strategie in Ruhe nachzulesen und sich zu informieren. Und wir werden an dieser Stelle auch weiterhin regelmäßig über große und kleine Nachrichten und Fortschritte im Rahmen der Transformation von G+J berichten.

Der Weg ist lang, mehrere Jahre, aber schön und attraktiv. Das Ziel ist groß.

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen diesen Weg zu gehen!

Herzliche Grüße


Leitbild

Eckpfeiler der Strategie

Ziel


  • Wir transformieren G+J vom Zeitschriftenhaus zum Inhaltehaus.

Überzeugungen


  • Wir sind sicher, dass es einen Markt für Quality Content gibt.
  • Das Digital-Geschäft gewinnt rasant an Bedeutung. Wie wir die Chancen der Digitalisierung nutzen, wird entscheidend für unseren zukünftigen Erfolg sein.
  • Gut gemachte Magazine haben eine gute Zukunft – denn Print ist nicht gleich Print.

Grundpfeiler


  • Wir denken radikal in Inhalt. Das Medium ist sekundär. Wir agieren in Zukunft plattformneutral.
  • Wir orientieren uns kompromisslos an den Interessen unserer Leser, Nutzer und Kunden. Das tiefe Verständnis unserer Kunden, unserer Communities of Interest, ist unsere Kompetenz.
  • Unsere Inhalte müssen für unsere Leser und Nutzer hoch relevant sein. Sie müssen so gut sein, dass niemand mit Interesse für ein spezielles Themengebiet ohne unsere Inhalte auskommen kann. Wir müssen die Qualität unserer Produkte permanent erhöhen, auch und besonders im Zusammenspiel mit Nutzern und Lesern.

Umsetzung


  • Best in Print: Best in Print ist unser Anspruch, dem wir gerecht werden wollen. Wir werden in gedruckte Magazine investieren und neue Magazine starten.
  • Nachhaltige und umfassende Digitalisierung: Genauso wie wir Best in Print als Ziel haben, müssen wir auch Best in Digital sein. Das gilt für alle unsere digitalen Angebote, seien es Websites, eMags, Apps oder eben digitale Zusatzgeschäfte. Im Digitalbereich werden wir unsere Websites und Communities ausbauen und entsprechend der Bedürfnisse unserer Communities positionieren. Daneben werden wir unsere Print-Inhalte und -Marken ins Digitale übertragen – in eMags unserer bestehenden Titel ebenso wie in neu zusammengestellte Digitalformate und in mobile Apps.
  • Aufbau von Zusatzgeschäften: Wir werden über unsere Magazine hinaus in Zusatzgeschäften denken und diese verstärkt ausbauen. Die tiefe und umfassende Kenntnis unserer Kunden nutzen wir in Zukunft, um auch Geschäfte im Kontext unserer Inhalte zu betreiben. Commerce, Lizenz-Geschäfte, Paid Services etc. Schon immer haben wir die Zugänge zu unseren wertvollen Lesern und Nutzern genutzt, das tun wir auch heute, übersetzt in die moderne Welt.

Rahmenbedingungen


  • Wir haben die stärksten Marken: Da, wo inzwischen in print und digital das meiste Geld zu verdienen und Wachstum ist, verfügt G+J über die stärksten Marken und ist in hochattraktiven Segmenten unterwegs.
  • Wir haben die Mittel: Unsere Gesellschafter unterstützen und fördern ausdrücklich den Weg des G+J Vorstandes. Gemeinsam mit unseren Gesellschaftern werden wir in den kommenden Jahren mehrere hundert Millionen Euro in die Transformation von G+J investieren.

Communities of Interest

G+J Deutschland richtet seine bisherige Verlagsgruppen-Organisation auf acht definierte Communities of Interest aus.
Eine Community of Interest ist eine Gemeinschaft von Menschen, die ein gemeinsames Interesse an einem Themengebiet teilen. Innerhalb einer Community gibt es verschiedene Teilbereiche und verschiedene Lebenswelten – diese wollen wir umfassend abdecken. So machen wir uns zum unverzichtbaren Teil der Lebenswelten unserer Communities.

FAQs

Strategie

Was ist die Strategie für G+J?

Wir transformieren G+J vom Zeitschriftenhaus zum Inhaltehaus. Das bedeutet: wir denken radikal in Inhalt und orientieren uns ohne Kompromisse an den Bedürfnissen und Interessen unserer Leser, Nutzer und Kunden – unserer Communities of Interest.

Unsere Communities erreichen wir zukünftig über alle relevanten Kanäle – Print wie digital. Unsere Inhaltekompetenz und tiefe Kenntnis unserer Leser, Nutzer und Kunden ermöglicht es uns darüber hinaus, auch Zusatzgeschäfte zu betreiben und so zum unverzichtbaren Teil der Lebenswelt unserer Communities of Interest zu werden.

Was verstehen wir unter einem „Inhaltehaus“?

Heute sind wir im Kern ein klassisches Zeitschriftenhaus, das in Teilen auch in digitalen Kanälen denkt. Zukünftig verstehen wir uns als Inhaltehaus, das den Nutzern hochwertige Inhalte auf allen relevanten Kanälen zur Verfügung stellt.

Wir müssen davon wegkommen, in „Print“ oder „Digital“ zu denken – als Inhaltehaus denken wir radikal in Inhalt und orientieren uns kompromisslos an den Interessen und Bedürfnissen unserer Communities of Interest: unserer Leser, Nutzer und Kunden. Das bedeutet auch, dass das konkrete Medium zweitrangig wird. Wir agieren plattformneutral. Wir erstellen hochrelevante Inhalte für die Lebenswelten unserer Communities of Interest. Wir erreichen unsere Leser und Nutzer über alle relevanten Kanäle.

Wie werden Inhalte definiert?

Inhalt verstehen wir zukünftig undogmatisch und breiter, umfassender. Es sind Texte unterschiedlichster journalistischer Formen, also von uns erdacht, kritisch kommentierend oder guter Service. Fotostrecken, Videos aber eben genauso Community-Inhalte, die durch das Vernetzen von Menschen rund um Themen entstehen. Klar ist: Unsere Inhalte müssen extrem stark sein. Wir müssen fast obsessiv sein, was Qualität betrifft. An der Philosophie, immer Neues zu wagen, sich immer wieder neu zu erfinden, hat sich nichts geändert. An unserem Qualitätsanspruch darf sich auch nichts ändern.

G+J bezeichnet sich als „Inhaltehaus“ – wie passt das mit Commerce-Modellen zusammen?

Unser Anspruch ist es, zum unverzichtbaren Teil der Lebenswelt unserer Communities of Interest zu werden. Als Inhaltehersteller sind wir Experten für die Interessen unserer Leser und Nutzer und für die Themen, die sie bewegen. Daher können wir ihnen die besten Angebote machen. Durch unsere Inhalte und teils marktführende Stellung in einzelnen Communities of Interest haben wir eine relevante Reichweite. Wir werden keine Diversifikation in Geschäfte betreiben, die losgelöst sind von unseren Communities of Interest. Vielmehr nutzen wir in Zukunft die tiefe und umfassende Kenntnis unserer Kunden, um auch Zusatzgeschäfte – Lizenzgeschäfte, Commerce und Paid Services – zu betreiben. Schon immer haben wir die Zugänge zu unseren wertvollen Lesern genutzt, das tun wir auch heute, übersetzt in die moderne Welt. Diese Geschäfte entwickeln wir selbst oder akquirieren sie.

Stehen G+J ausreichend Investitionsmittel zur Verfügung, um die Strategie umzusetzen?

Ja. Über die kommenden fünf Jahre werden wir gemeinsam mit unseren Gesellschaftern mehrere hundert Millionen Euro investieren. Hier gehen wir mit den Gesellschaftern in eine Richtung. Bertelsmann und die Familie Jahr haben einer neuen Vorstandsgeneration viel Vertrauen geschenkt – das prägt das Miteinander zwischen Vorstand und Gesellschaftern.

Wie drückt sich die Strategie in Umsatz- und Ergebniserwartungen aus?

Die Transformation von G+J ist als langfristiger Prozess angelegt. Wir sind uns darüber im Klaren, dass die kommenden drei bis fünf Jahre Investitionsjahre sind. Das wird sich auch im Ergebnis entsprechend niederschlagen. Am Ende dieses Prozesses wird G+J ein werthaltiges Unternehmen mit klarer Wachstumsperspektive sein. Dabei gilt: Rekordumsätze um jeden Preis waren nie und sind auch zukünftig nicht unser Ziel, es geht um nachhaltige Wirtschaftlichkeit.

Organisation

Warum werden die Verlagsstrukturen umgebaut?

Wir wollen für definierte Communities of Interest über verschiedene Kanäle zum unverzichtbaren Teil der Lebenswelt unserer Leser und Nutzer werden. Dies gelingt nur, wenn wir auch unsere Organisation entsprechend ausrichten. Wir sind überzeugt, dass sich auf Basis unserer starken Marken, aus dem radikalen Denken in Inhalt und der konsequenten Orientierung an den Interessen und Bedürfnissen der Nutzer zahlreiche neue Produktchancen ergeben. Mit der neuen Struktur gewinnt G+J an Geschwindigkeit bei der Umsetzung neuer Produkte in Print wie Digital und wird deutlich effizienter.

Warum werden die Münchner Redaktionen und Verlagsfunktionen (ELTERN-Gruppe, P.M., WUNDERWELT WISSEN, NEON, NIDO) in Hamburg gebündelt?

Im Kern unserer Strategie steht die Ausrichtung des Unternehmens an unseren Communities of Interest. Hierfür ist es notwendig, dass wir die Strategie jeder Marke und jedes einzelnen Titels stringent aufeinander abstimmen, um unsere Leser, Nutzer und Kunden bestmöglich zu erreichen und zum zentralen Anlaufpunkt für unsere Communities zu werden. Diese enge Markenführung kann nur durch eine enge, auch räumlich nahe, Führung und eine direkte Zusammenarbeit mit dem Vorstand Produkt gewährleistet werden.

Die Münchener Kolleginnen und Kollegen aus Redaktionen und Verlagsbereichen sind bereits heute hervorragende Experten für ihre jeweiligen Communities. Jeder Mitarbeiter erhält daher ein Übernahmeangebot für den Standort Hamburg.

Wir halten diesen Schritt für zentral. Wir möchten, dass zukünftig alle Kollegen und Redaktionen einer Community in einen engen Austausch kommen und aus einer Hand und an einem Standort geführt werden. P.M. gehört als Teil der Wissens-Community genauso nach Hamburg wie die Kollegen von NEON und NIDO, die nah an der Stern-Redaktion sein müssen. Und die Community of Interest Family ist eine unserer stärksten und wichtigsten Communities und soll deshalb ebenfalls aus Hamburg heraus geführt werden.

Was ist die Rolle des „Publishers“?

Für jede Community of Interest gibt es jeweils einen verantwortlichen Publisher. Seine Aufgabe besteht darin, das bestehende analoge Geschäft zu führen und auszubauen sowie gemeinsam mit dem Digital Business Director die Inhalte über alle für die Community relevanten Kanäle bestmöglich aufzuspielen. Der Publisher überblickt den Markt und reagiert auf die Strömungen innerhalb seines Themenbereichs – auch über das Printgeschäft oder die etablierten Marken hinaus. Die strategische Führung der entsprechenden Community of Interest erfolgt gemeinschaftlich mit dem Digital Business Director. Neue Geschäftsmodelle werden von beiden, Publisher und Digital Business Director, gemeinschaftlich angestoßen und entschieden.

Was ist die Rolle des „Digital Business Directors“?

Für jede Community of Interest gibt es jeweils einen verantwortlichen Digital Business Director. Seine Aufgabe besteht darin, das bestehende digitale Geschäft zu führen und auszubauen sowie gemeinsam mit dem Publisher die Inhalte über alle für die Community relevanten Kanäle bestmöglich aufzuspielen. Der Digital Business Director verantwortet auch die systematische Suche nach Akquisitionszielen. Die strategische Führung der entsprechenden Community of Interest erfolgt gemeinschaftlich. Neue Geschäftsmodelle werden von beiden, Publisher und Digital Business Director, gemeinschaftlich angestoßen und entschieden.

Warum werden „Print“ und „Digital“ organisatorisch getrennt?

Ja, wir haben zwei Geschäftsbereiche, die von unterschiedlichen Menschen geführt werden. Beide Seiten arbeiten gemeinsam für eine Community und verstehen sich als echtes Team. Wir setzen dafür auf Führungskräfte, die gemeinsam eine Veränderung vorantreiben wollen, weil sie die damit verbundenen Möglichkeiten sehen. Und das ist uns wichtig.

Wir haben ein Team aus hervorragenden Persönlichkeiten zusammengestellt, die Sie zum Teil kennen werden, unter denen sich aber sicher auch für Sie neue Gesichter finden werden.

Wir sind stolz darauf, dass wir fast ausschließlich auf interne Mitarbeiter zurückgreifen konnten – das zeigt, was für ein großes Potenzial wir im Haus haben. Wir haben uns bewusst für ein Team entschieden, das sowohl sehr erfahrene Manager als auch junge Kolleginnen und Kollegen umfasst, die sich bisher auf weniger sichtbaren Positionen im Haus bewiesen haben.

Wie erklären sich die Zuschnitte der Communities „Family“, „News“, „Wirtschaft & Special Interest“ sowie „Women“?

Bei der Definition der Communities stand – mit Blick auf unser heutiges Geschäft - Pragmatismus vor Dogma. Die Community of Interest NEWS umfasst die bisherige STERN-Gruppe. Als zentrale Markenfamilie von G+J mit sehr hoher publizistischer und wirtschaftlicher Bedeutung wird diese auch zukünftig aus einer Hand geführt. Gleiches gilt für die Community of Interest WOMEN, welche die bisherige BRIGITTE-Gruppe umfasst. Bei beiden Markenfamilien bestehen über die gemeinsame Markenführung hinaus auch weitgehende redaktionelle Schnittstellen. Aus diesem Grund bleiben auch NIDO und BRIGITTE MOM innerhalb ihrer jeweiligen Markenfamilie und werden nicht der Community „Family“ zugewiesen.

Die Community of Interest WIRTSCHAFT & SPECIAL INTEREST bündelt unsere drei Berliner Titel, die aufgrund der wirtschaftlichen Größe des Geschäfts sowie der räumlichen Nähe zukünftig unter einem Dach geführt werden. Die Titel lassen sich nicht sinnvoll einer anderen Community zuordnen.

Wie schlägt sich die neue Organisation in den Stabs- und Servicefunktionen nieder?

Die neue Organisation und der Transformationsprozess werden auch für die unterstützenden Bereiche in Teilen neue und veränderte Anforderungen mit sich bringen. Daraus werden sich ggf. auch inhaltliche und strukturelle Veränderungen in den Support-Bereichen ergeben. Derzeit gibt es aber keine entsprechenden Planungen.

An den bestehenden Zuständigkeiten der IT ändert sich bis auf weiteres nichts.

Was ändert sich mit der neuen Struktur für die Redaktionen?

Die neue Struktur hat für die Redaktionen in Hamburg keine direkten Auswirkungen, bisherige Berichtslinien bleiben weiterhin bestehen. Die Chefredakteure berichten weiterhin unverändert an die Verlagsgeschäftsführer. Ebenso unverändert gilt das G+J Chefredakteurs-Prinzip: Für die redaktionellen Inhalte der Print- und Digitalangebote zeichnet ausschließlich der Chefredakteur verantwortlich.

Für die Kollegen, die aus München nach Hamburg ziehen, werden sich neue Berichtslinien ergeben.

Steht die neue Organisation in Zusammenhang mit dem Bertelsmann-Programm „Operational Excellence“?

Nein.

Gibt es Pläne zum Stellenabbau, durch die Presse geisterten Zahlen, dass noch in diesem Jahr mehrere hundert Mitarbeiter bei Gruner entlassen werden?

Das ist falsch. Richtig ist, dass wir über die kommenden Jahre unseren Personalstand über alle Bereiche hinweg schrittweise anpassen werden. Richtig ist auch, dass uns dieses Thema immer begleiten wird, wie jedes andere Unternehmen auch. Und im Digitalbereich werden wir signifikant Personal aufbauen.

Wird es (Um-)Schulungen für den Aufbau von Digital-Kompetenz geben?

Wo immer möglich, wollen wir Kollegen den Wechsel in Tätigkeiten in digitalen Bereichen ermöglichen. Im dann konkreten Fall wird dies mit entsprechenden Schulungen begleitet. Darüber hinaus wird darüber diskutiert, neben den bereits bestehenden vielfältigen vorhandenen Angeboten, spezielle digitale Kompetenzschulungen anzubieten.

Ausland & Beteiligungen

Inwiefern betrifft die neue Organisation die deutschen Beteiligungen (DD+V, MPS)?

Die Ausrichtung des Verlagsbereichs nach unseren definierten Communities of Interest ist keine Blaupause für unsere Beteiligungen.

Welche Rolle spielt das internationale Geschäft weiterhin für G+J?

G+J ist ein internationales Verlagshaus. Wir haben hervorragende, marktführende Positionen in vielen unserer Märkte, und wir arbeiten mit voller Kraft daran, diese zu halten und auszubauen.

Inwiefern betrifft die neue Organisation die internationalen Gesellschaften?

Wie auch für unsere deutschen Beteiligungen gilt: Die Ausrichtung des deutschen Verlagsbereichs nach unseren definierten Communities of Interest ist keine Blaupause für unser internationales Geschäft und gilt in dieser Form nur für G+J Deutschland.

Jedes Land hat eine jeweils individuelle Ausgangssituation. Die Märkte, Marktgrößen und -bedingungen sind sehr unterschiedlich, ebenso die Portfolios der Länder. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir in einem engen Austausch mit den Länderverantwortlichen entscheiden, wie wir vor Ort die Transformation konkret gestalten werden.

Pressemitteilung

Pressemitteilung Transformation

Vom Zeitschriftenhaus zum Inhaltehaus. Gruner + Jahr-Vorstand gibt Startschuss zur strategischen Transformation des Verlags

  • G+J startet langfristig angelegten Transformationsprozess vom Zeitschriftenhaus zum Inhaltehaus
  • G+J Deutschland richtet sich nach acht definierten Communities of Interest aus
  • Start einer umfangreichen Produkt- und Innovationsoffensive
  • Gemeinsam mit den Gesellschaftern sind Investitionen in organisches Wachstum und Akquisitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro geplant
Hamburg, 10.9.2013 - Der Vorstand der Gruner + Jahr AG hat heute den Startschuss zur Transformation des Verlags von einem klassischen Zeitschriftenhaus in ein Inhaltehaus gegeben.

Der Vorstand geht dabei von drei Prämissen aus: erstens: Es wird auch und gerade in Zukunft einen Markt für hochwertige, relevante Inhalte geben. Zweitens: Das Digital-Geschäft gewinnt rasant an wirtschaftlicher Bedeutung; wie G+J mit den großen Chancen umgeht, wird für den Erfolg entscheidend sein und drittens: G+J betreibt ein hochprofitables und sehr erfolgreiches Zeitschriftengeschäft. Gut gemachte Magazine haben eine große Zukunft – denn Print ist nicht gleich Print.

Dazu Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende G+J: „Viele Magazine von Gruner + Jahr laufen hervorragend, unser Anzeigengeschäft liegt in Deutschland über Vorjahr. Die Auflagen in vielen Segmenten entwickeln sich gut. Neue Magazine haben ihren Platz im Markt gefunden, unsere Flaggschiffe STERN, BRIGITTE, GALA und CAPITAL sind nach redaktionellem Handanlegen auf gutem Weg.“

Die Transformation von G+J ist als langfristiger Prozess angelegt. Das Ziel ist nicht eine kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern eine nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens. Basis des neuen Denkens und Handelns bei G+J ist das radikale Denken in Inhalt und die Orientierung an den Interessen der Leser, Nutzer und Kunden.

Gruner + Jahr setzt sich das Ziel, „best in print“ zu sein. Das bedeutet, höchste Maßstäbe an inhaltliche Qualität, Herstellung, Vertrieb und die Anzeigenvermarktung zu legen. Neben der schon begonnenen Erneuerung der Printprodukte und der Investition in neue gedruckte Magazine startet G+J auch eine umfangreiche Produkt- und Innovationsoffensive im Bereich Digital. Im ersten Schritt wird der Verlag die Inhalte seiner Zeitschriften auf Digitalformate übertragen. Hier nutzt G+J die Besonderheit seiner unzähligen, langlebigen Inhalte, wie beispielsweise bei der GEO App. Zudem werden bestehende Inhalte zu einzelnen Themenbereichen neu zusammengestellt und als monothematische eMags zusammengefasst. G+J ist überzeugt, dass sich aus dem konsequenten Denken in Inhalt viele neue Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer erschließen lassen und sich daraus neue Produktchancen ergeben. G+J hat bereits heute exzellent im Markt positionierte Websites, in die der Verlag weiter investieren wird, um deren Marktposition zu festigen und auszubauen.

G+J Deutschland richtet sich nach acht definierten Communities of Interest aus

Kern des zukünftigen Geschäfts ist es, den Kunden Inhalte über alle relevanten Plattformen hinweg anzubieten. Dabei gilt der Anspruch, qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen – Inhalte, die so relevant sind, dass Kunden bereit sind, dafür zu bezahlen. Entweder direkt oder indirekt in Form von Anzeigenbuchungen. G+J will über seine Inhalte und Zusatzangebote – Commerce und Paid Services – im Kontext seiner Inhalte zum unverzichtbaren Teil der Lebenswelten der Nutzer in den definierten Communities of Interest werden.

„Das Verständnis unserer Nutzer und Kunden – unserer Communities of Interest – ist die Kernkompetenz des Inhaltehauses G+J“, so Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende G+J.

G+J hat bereits starke Positionen in seinen definierten Communities of Interest und wird diese weiter ausbauen.

G+J Deutschland richtet seine neue Struktur nach den Communities FOOD, LIVING, FAMILY, WOMEN, PEOPLE & FASHION, NEWS, WISSEN sowie WIRTSCHAFT & SPECIAL INTREST aus. In allen acht Communities hat G+J eine gute Ausgangsbasis: G+J kennt seine Nutzer in den einzelnen Bereichen besser als viele andere und ist marktführend oder in einer starken Position.

Hinweis: Zur Organisation von G+J Deutschland in acht Communities of Interest beachten Sie bitte die dazu ebenso heute veröffentlichte Pressemitteilung von G+J.

Ausbau der Geschäfte im Bereich Commerce und Paid Services

G+J nutzt in Zukunft seine tiefe und umfassende Kenntnis der Kunden, um auch Geschäfte im Kontext seiner Inhalte zu betreiben. Deshalb wird G+J auch seine Lizenz-Geschäfte deutlich ausbauen und in Commerce und Paid Services investieren.

Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende G+J: „Als Haus der Inhalte sind wir Experten für die Interessen unserer Leser und Nutzer und für die Themen, die sie bewegen. Daher können wir ihnen die besten Angebote machen. Durch unsere Inhalte und meist marktführende Stellung in einzelnen Communities of Interest haben wir eine relevante Reichweite. Wir werden keine Diversifikation in Geschäfte betreiben, die losgelöst sind von unseren Communities. All unsere Akquisitionen und Investitionen stehen im Zusammenhang mit unseren Inhalten.“

Gemeinsam mit seinen Gesellschaftern wird G+J in den kommenden Jahre mehrere hundert Millionen Euro investieren. Julia Jäkel: „Bertelsmann und die Familie Jahr haben der neuen Vorstandsgeneration viel Vertrauen geschenkt – das prägt unser Miteinander.“

G+J ist ein internationales Haus. G+J hat hervorragende, marktführende Positionen in vielen internationalen Märkten und arbeitet mit voller Kraft daran, diese zu halten und auszubauen. Dies gilt sowohl für die europäischen als auch asiatischen Aktivitäten.

Die Transformation vom Zeitschriften- zum Inhaltehaus ist nicht auf Deutschland beschränkt. Die deutsche Organisation ist jedoch keine Blaupause für die internationalen Aktivitäten oder Beteiligungen. Jedes Land, in dem G+J aktiv ist, hat eine individuelle Ausgangssituation. Die Märkte, Marktgrößen und -bedingungen sind unterschiedlich, ebenso die Portfolios der Länder. In den kommenden Wochen und Monaten wird in einem engen Austausch mit den Länderverantwortlichen entschieden, wie die Transformation länderspezifisch gestaltet wird.

Die Strategie des Vorstandes mündet in ein Leitbild, das sich Gruner + Jahr gegeben hat. Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende G+J: „Wir sind ein Haus der Inhalte. Unsere vielfältigen Inhalte bieten wir über alle relevanten Plattformen an. Grundlage unseres Denkens und Handelns ist die konsequente Orientierung an den Interessen und Bedürfnissen unserer Leser, Nutzer und Kunden. Die tiefe Kenntnis unserer Communities of Interest ermöglicht uns, im Kontext unserer Inhalte auch Zusatzgeschäfte zu entwickeln. Damit wir als Inhalte-Anbieter in der digitalen Welt erfolgreich sind, werden wir unser Unternehmen erneuern.“



Für Rückfragen:

Claus-Peter Schrack
Leiter Unternehmenskommunikation
20444 Hamburg
Telefon +49 (0) 40 / 37 03 - 3113
Telefax +49 (0) 40 / 37 03 - 56 17
E-Mail [email protected]

Christian Merl
Pressesprecher
20444 Hamburg
Telefon +49 (0) 40 / 37 03 - 29 08
Telefax +49 (0) 40 / 37 03 - 56 17
E-Mail [email protected]


Gruner + Jahr erreicht mit mehr als 500 Medienaktivitäten, Magazinen und digitalen Angeboten Leser und Nutzer in über 30 Ländern. Bei G+J erscheinen u. a. STERN (D), BRIGITTE (D), GEO (D, E, F), CAPITAL (D, F), GALA (D, F,), ELTERN (CHN, D, E), P.M.-Gruppe (D), ESSEN & TRINKEN (D) sowie NATIONAL GEOGRAPHIC (D, F, NL). Gruner + Jahr hält 59,9 Prozent an der Motor Presse Stuttgart, einem der größten Special Interest-Zeitschriftenverlage in Europa. Die G+J-Tochtergesellschaft Brown Printing ist eines der größten Offsetdruck-Unternehmen in den USA. Im Geschäftsjahr 2012 betrug der G+J-Umsatz € 2,22 Mrd. Mit einem Auslands-Umsatzanteil von 55 Prozent gehört G+J zu den internationalsten Verlagshäusern der Welt. 74,9 Prozent von Gruner + Jahr sind im Besitz der Bertelsmann SE & Co. KGaA, 25,1 Prozent hält die Hamburger Verlegerfamilie Jahr.

Pressemitteilung COI Organisation

Neuorganisation G+J Deutschland in Communities of Interest

  • Verlagsgruppen AGENDA und LIFE werden aufgelöst, neue Organisation verzahnt Print und Digital auf Basis acht definierter Communities of Interest
  • Frank Stahmer und Soheil Dastyari verantworten das Print- und Zusatzgeschäft. Eva-Maria Bauch, Arne Wolter und Oliver von Wersch verantworten das Digitalgeschäft
  • Umsetzung der neuen Struktur zum 1. Oktober 2013
  • Start der Produktoffensive in Print und Digital
Hamburg, 10. September 2013 – Mit dem heute verkündeten Start der Transformation vom Zeitschriften- zum Inhaltehaus (siehe dazu die Pressemitteilung vom 10.9.2013) richtet G+J seine bisherige Verlagsgruppen-Organisation auf die definierten Communities of Interest aus.

Die bisherigen Verlagsgruppen innerhalb von G+J Deutschland, G+J AGENDA und G+J LIFE, werden aufgelöst. An ihre Stelle tritt die Zuordnung der G+J-Marken zu acht definierten Communities of Interest: FOOD, LIVING, FAMILY, WOMEN, PEOPLE & FASHION, NEWS, WISSEN sowie WIRTSCHAFT & SPECIAL INTEREST. Jede dieser Communities of Interest wird zukünftig von einem Publisher mit dem Geschäftsbereich Print (Zeitschriften und Sonderpublikationen) und einem Digital Business Director mit dem Bereich Digital (Websites der Magazine, eMags, Apps, eCommerce usw.) geleitet.

Jeder Digital Business Director berichtet an einen der Geschäftsführer Digital, Eva-Maria Bauch, Arne Wolter oder Oliver von Wersch. Jeder Publisher berichtet an einen der beiden Verlagsgeschäftsführer, Frank Stahmer oder Soheil Dastyari.

Der Publisher ist für das Print-Geschäft innerhalb seiner Community verantwortlich. Er überblickt den Markt und ist Experte für Trends und Geschäftsmodelle – und das auch über das Printgeschäft und die etablierten Marken hinaus. Der Digital Business Director ist in vergleichbarer Weise für die Entwicklung des Digitalgeschäfts verantwortlich. Neue Geschäftsmodelle werden somit von beiden, dem Publisher und dem Digital Business Director entschieden und verantwortet.

Im Rahmen der Neuorganisation werden auch die bisher dezentralen Bereiche Herstellung unter Frank Stahmer sowie Marketing und Business Development unter Soheil Dastyari gebündelt, um auch hier an Geschwindigkeit zu gewinnen. Soheil Dastyari bleibt zudem unverändert Geschäftsführer von Corporate Editors.

Die Chefredakteure berichten weiterhin unverändert an die Verlagsgeschäftsführer. Ebenso unverändert gilt das G+J Chefredakteurs-Prinzip: Für die redaktionellen Inhalte der Print- und Digitalangebote zeichnet ausschließlich der Chefredakteur verantwortlich.

Produktoffensive Print und Digital

G+J ist überzeugt, dass sich aus dem radikalen Denken in Inhalt und der konsequenten Orientierung an den Interessen und Bedürfnissen der Nutzer zahlreiche neue Produktchancen ergeben. Mit der neuen Struktur gewinnt G+J an Geschwindigkeit bei der Umsetzung neuer Produkte in Print wie Digital und wird deutlich effizienter.

Gruner + Jahr wird in gedruckte Magazine investieren und neue Titel starten. Alle Magazine werden in die digitale Welt übersetzt und perspektivisch als eMags erhältlich sein, die bestehenden Websites werden weiter ausgebaut.

Zudem werden neue Digitalformate – Sites, eMags und Apps – entwickelt, die aus dem konsequenten Denken in Communities of Interest entstehen und den Wünschen unserer Leser und Nutzer nach spezialisierten Angeboten der Community entsprechen. Die tiefe und umfassende Kenntnis unserer Kunden befähigt G+J, Zusatzgeschäfte im Kontext seiner Inhalteangebote zu betreiben. Dies umfasst Commerce und Paid Services in ausgewählten Communities of Interest.

Im Zuge der Neuorganisation werden die bisher in München ansässigen Redaktionen von NEON, NIDO, ELTERN, P.M., WUNDERWELT WISSEN und die entsprechenden Verlagsfunktionen bis Mitte 2014 in Hamburg gebündelt. Alle Mitarbeiter der betreffenden Bereiche am Standort München erhalten ein vollumfängliches Übernahmeangebot für den Standort Hamburg.

Stephan Schäfer, G+J Vorstand Produkt: „Unsere Prämissen der Transformation zum Inhaltehaus sind erstens das tiefe Vertrauen in einen Markt für ‚Quality Content‘, zweitens die Gewissheit, dass das Digitalgeschäft rasant an Bedeutung gewinnt und für die wirtschaftliche Weiterentwicklung von G+J entscheidend ist sowie drittens die Überzeugung, dass wir auf Basis unserer starken Marken heute und zukünftig ein erfolgreiches und hochprofitables Zeitschriftengeschäft betreiben und wir auch hier weiter investieren werden.“

Die genaue Zuordnung der Publisher und Digital Business Directors zu den jeweiligen Verlagsgeschäftsführern und Geschäftsführern sowie die Zuordnung der G+J Marken zu den acht Communities of Interest finden sich in beiliegendem Organigramm, ebenso die Lebensläufe der Personen und entsprechendes Bildmaterial.



Für Rückfragen:

Claus-Peter Schrack
Leiter Unternehmenskommunikation
20444 Hamburg
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Telefax +49 (0) 40 / 37 03 - 56 17
E-Mail [email protected]

Christian Merl
Pressesprecher
20444 Hamburg
Telefon +49 (0) 40 / 37 03 - 29 08
Telefax +49 (0) 40 / 37 03 - 56 17
E-Mail [email protected]

Gruner + Jahr erreicht mit mehr als 500 Medienaktivitäten, Magazinen und digitalen Angeboten Leser und Nutzer in über 30 Ländern. Bei G+J erscheinen u. a. STERN (D), BRIGITTE (D), GEO (D, E, F), CAPITAL (D, F), GALA (D, F,), ELTERN (CHN, D, E), P.M.-Gruppe (D), ESSEN & TRINKEN (D) sowie NATIONAL GEOGRAPHIC (D, F, NL). Gruner + Jahr hält 59,9 Prozent an der Motor Presse Stuttgart, einem der größten Special Interest-Zeitschriftenverlage in Europa. Die G+J-Tochtergesellschaft Brown Printing ist eines der größten Offsetdruck-Unternehmen in den USA. Im Geschäftsjahr 2012 betrug der G+J-Umsatz € 2,22 Mrd. Mit einem Auslands-Umsatzanteil von 55 Prozent gehört G+J zu den internationalsten Verlagshäusern der Welt. 74,9 Prozent von Gruner + Jahr sind im Besitz der Bertelsmann SE & Co. KGaA, 25,1 Prozent hält die Hamburger Verlegerfamilie Jahr.